Nets VS Pistons
Gestern war es mal wieder so weit: WOCHENENDE đ !
Schön, und wir hatten auch schon gleich nen Plan bereit…auf gings nach der Arbeit und los zum IZOD Center, in der das NBA Spiel New Jersey Nets gegen Detroit Pistons statt fand.
Auf dem Parkplatz angekommen erreichte mich auch schon die nĂ€chste Ăberraschung. Amis nutzen einen Sportevent nĂ€mlich nicht nur zum Sport gucken – sondern auch als eine passende Gelegenheit zum grillen und saufen. So gab es auf dem (natĂŒrlich grooooĂen) Parkplatz X Familien die neben ihrem Van jegliche Utensilien aufgebaut hatten um das Spiel schonmal gebĂŒhrend mit Bier und Fleischvertilgung zu beginnen…
Im Stadium selber sah es dann Ă€hnlich aus – alle rannten mit diversen (Plastik-)Bierbechern und HotDogs, Nachos, Burgern, Chickenwings etc. durch die Gegend…wie sollte es auch anders sein ;-).
Als ich dann auch endlich mit meinem 7.50$ Bier und meinen 6.00$ Nachos an meinem Platz angekommen war fĂŒhlte ich mir der amerikanischen Kultur schon gleich wieder ein StĂŒck nĂ€her gerĂŒckt…BIS dann zu Beginn des Spiels plötzlich alle aufsprangen, die Hand auf die Brust nahmen und lauthals die Hymne mitsangen, die unten auf dem Spielfeld von irgend nem Hansel vorgegröhlt wurde…ich hab mich dann hinter meinen Plastik-Schalen und Bechern versteckt und gewartet bis es vorbei war…crazy Vorstellung, wenn auch bei jedem Bundesligaspiel die Hymne gesungen wĂŒrde đ .
Nun ja, ich hab noch nicht so viele Stadien von Innen gesehen – aber wie nicht anders zu erwarten fand ich es schon recht „groĂ“ đ . Laut Wiki passen da ca. 20.000 Leute rein, etwa so viel wie in der Kölnarena…eigentlich also nichts besonderes, mal davon abgesehen das diese „kleinen Dinger“ hier an jeder Ecke zu finden sind đ . Das die Amis sich mit sowas „kleinem“ natĂŒrlich nicht zufrieden geben war ja klar, deswegen steht daneben gleich das NY Giants Stadium, was mal Platz fĂŒr lĂ€ssige 80.000 Leute hat. Gut, damit wĂ€ren die VerhĂ€ltnisse auch gleich wieder klar gestellt đ .
Das Spiel war recht interessant, auch wenn ich nicht der riesige Basketball-Fan bin. Trotzdem bei sowas mal live dabei zu sein ist schon mal „was neues“, und wie schon erwĂ€hnt ist das fĂŒr die Amis eher eine Art „Komplett-Entertainment-Paket“, als nur mal eben ein wenig Basketball zu gucken. Lustig waren auch die Time-Outs und PausenfĂŒller – man muss die Masse ja irgendwie auf Trapp halten damit bloĂ keine Langeweile aufkommt. Egal ob es sich um die obligatorischen Cheerleader handelt, oder vom Maskottchen T-Shirts ins Publikum geschossen werden (per Riesen-Kanone). Bei dem ganzen Spektakel musste ich irgendwie an den „Brot und Spiele“-Gedanken denken…kam den ganzen schon recht Nahe, wobei die Amis bei dem Sitzplatz-Vergleich da wohl den kĂŒrzeren gezogen hĂ€tten đ .
Nach 4×12 Minuten und einer recht spannenden Aufholjagt der Nets war das Spiel dann zu Gunsten des heimischen Teams zu Ende, und alle die meisten konnten sich getrost auf den Heimweg machen…bzw. gleich in den nĂ€chsten Stau, der schwer zu verhindern ist wenn ca. 8000 Autos gleichzeitig den Parkplatz verlassen wollen. Danach gings fĂŒr uns noch zu nem „kleinen“ Mitternachtssnack nach Princeton ins Hoagie Haven, was mir schon frĂŒher ein paar nette Lunchs und Kalorien eingebracht hat đ . Ein Hoagie ist ne Art Sandwich, natĂŒrlich gröĂer als die popeligen Subway Subs, und standardmĂ€Ăig mit „Cheesesteak“ belegt…lecker wars, vielleicht nur wieder ein bisschen „groĂ“ đ …

(5 votes, average: 4,80 out of 5)