Feb 03

Mal gerade nur ein paar Tage vergangen seit meinem Ausflug nach Frankfurt/Griechenland, und schon gibts wieder einige „Erlebnisse“. Obwohl ich das WE eigentlich ruhig & günstig verbringen wollte ist es mal wieder etwas anders gekommen.

Freitag war es leider so weit – Claw hatte seinen letzten Tag und machte wieder die Biege nach Vancouver. Ich wollte ihn eigentlich zum Flughafen fahren, doch seltsamer Weise sagte mir die Mietwagenfirma, dass es nach JFK jetzt doch nicht erlaubt sei zu fahren (obwohl ich vor Weihnachten auch wegen Katharina gefragt hatte??!!). Gut, dann musste Prabhu wohl doch seinen BMW aus der Garage holen (der hier übrigens BEAMER genannt wird – was beim ersten Arbeitstag natürlich für nen Lacher gut war als ich nur fragen wollte wo der PROJECTOR steht 😉 ).

Claws Flug ging morgens um sieben, deswegen haben wir uns mit ner Pizza, nem indischen „Godfather“-Film und noch ein paar in der Vergangenheit schwelgenden Gesprächen die Zeit vertrieben. So gegen 12 sind wir dann losgetuckert, und aus einem mir unverständlichen Grund wollte „jemand“ die 5$-Gebühr sparen die man bei der Toll-Road bezahlen muss. Sowas ist/war mir immer völlig unverständlich, vor allem da Claw sowieso alles für seine „letzte Fahrt“ übernehmen wollte. Tja, leider kommt man wohl nicht so einfach ohne Toll-Road nach JFK, zumindest hat das Navigationssystem uns eine 600 Meilen-Route ausgespuckt ;). Auch das wurde erst nach einiger Zeit gemerkt – also musste erst wieder n Weg zurück gefunden werden, dann kennt „man“ den Weg natürlich noch besser als das Navi einem das vorschlägt – und schlussendlich hat es dann 2.5 Stunden gedauert und etwa genauso viel gekostet. Über solche Sinnlos-Aktionen die schon von vorne herein zum Scheitern verurteilt sind könnt ich mich tierisch aufregen – aber was man im Ausland nicht alles dazu lernt…(z.B. nicht immer der planende-korintenkacker-Deutsche zu sein 😉 ). Also hieß es einfach zurück lehen, und die Zeit verstreichen lassen…aber, es hat ja alles auch sein Gutes: Das war zumindest das erste Mal, dass ich Manhatten mit dem Auto durchfahren habe…war eigentlich entspannter als ich dachte – kann aber auch daran gelegen haben dass es halb 2 Nachts war ;).

Nach einer kleinen Multi-Kulti-Verabschiedungszeremonie (bye, cu later on ICQ 😉 ) gings dann auch wieder ähnlich zurück…Irgendwann gegen 4 war ich dann endlich zu Hause – aber zumindest hab ich mich zurück gehalten ;).

Samstag war dann mal wieder ein Chill-Out-Tag angesagt, bis dann abends doch noch eine kleine „Party“ ins Haus stand (komische Redewendung ??!!). Domenique, ein Au-Pair Mädel was ich schon von diversen Trips kannte wurde 20, und das haben wir dann bei Prabhu mit ner Flasche Vodka, n paar Leuten und dämlichen Trinkspielchen gefeiert ;).

Nachts um 3 mit Prabhu irgendwelche betrunkenen „wichtigen Männergespräche“ auf Englisch zu führen war auch mal wieder „ne Erfahrung“, und auf jeden Fall alles in allem wieder ein gelungener Abend. Nach dem ersten Satz der Australien Open morgens um 4 sind wir dann alle mehr oder weniger lebendig ins Bett/Schlafsack/Boden gefallen…

Nach einer ziemlich kurzen Nacht auf dem Boden hab ich mich dann morgens nach Hause geschleppt um den Sonntag eigentlich auch nur in meinem Bett zu verbringen. Irgendwie wurde mir dass dann nach ein paar Stunden aber doch zu langweilig, und ich habe mich von Steffi überreden lassen „mal kurz“ ein paar Fotos zu machen. Das Ergebnis wahr mehr als übel (siehe unten), weiß nicht obs an dem gewählten Ort oder einfach an meiner Tagesverfassung lag 😉 .

Abends stand noch der Superbowl an, aber sollte ich wirklich ein Spiel gucken wo ich die Regeln nicht 100% kenne, die Teams zu 0% und und mein Blutwert noch irgendwo bei 2‰ lag ? Ich entschied mich für ein klares Nein, und obwohl ich gehört habe dass das Spiel wohl recht gut war, denke ich nicht etwas lebenswichtiges verpasst zu haben…

Das WE war natürlich wieder schneller vorbei als alles andere, heute gings dann wie immer weiter, außer dass es  ruhiger war als sonst…Abgesehen von Chris (den keiner so richtig leiden kann und der am anderen Ende des Raumes sitzt) habe ich im Moment keinen Internkollegen mehr…Ab jetzt können es wirklich ziemlich langweilige Wochen werden, aber das wird sich ja vielleicht beim nächsten Intern wieder ändern (der in 2 Wochen kommt).

Nach der Arbeit hab ich mich dann doch noch aufgerafft und bin mit n paar anderen Leuten (aus Aachen 😉 )bowlen gegangen…Lustig, war so ziemlich mein erstes Mal – was wahrscheinlich kein Ami verstanden hätte 😉 . Gleich am Anfang viel mir in der Bowlinghalle etwas dramatisches auf, und ich kann nur sagen: ICH WILL MEHR GLEICHBERECHTIGUNG!!! Nein, nicht Schwarze – Weiße, nein, nicht Arm – Reich, ich will nur ne f*****ing LINKSHÄNDER-BOWLINGKUGEL ;)…gut, ich musste mich wohl damit abfinden, da ich nicht (so wie 80% der einheimischen Anwesenden) zufällig meine eigene Kugel im Gepäck hatte 😉 . Mit diesem Handycap gings dann für mich nicht ganz so wie ich es wollte, aber zumindest hab ich pro Spiel die 100 Punkte geknackt und war auch nie letzter ;)…

Hat Spaß gemacht, war auch recht günstig – aber irgendwie ist das ja mal wieder n typischer Ami-Honk-Sport. Es sieht zwar teilweise recht stylisch aus wie die Typen da ihre Kugel schwingen, aber im Endeffekt gehört nicht viel dazu auf ner GERADEN Bahn die Dinger abzuräumen. Da find ich Kegeln um einiges schwieriger, aber das hat leider durch den 80er Jahre Eiche-Partykeller-Style nicht so die Popularität erreicht. Btw, auch das Bowlingcenter war (natürlich) alles andere als klein – ich glaub so 60 Bahnen oder so, aber das muss ich mittlerweile ja kaum mehr erwähnen 😉 .

War auf jeden Fall ne nette Abwechslung, sollte ich häufiger mal angehen,auch wenn ich danach kaum mehr meine Finger spüre…

So, genug geblogt, ich bin dann mal weg.

Bye bye
G

Total überflüssig!Geht so.Joah, nice try...BÄM, that\\\'s it!Georg, du bist der Beste :-D ! (8 votes, average: 5,00 out of 5)
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2 Kommentare zu “Super-Bowl(ing)”

  1. cybot586 schrieb:

    Hey Georg,

    also ich als absoluter Non-Sporty habe dennoch gefallen am American Football gefunden. Die Regeln sind überschaubar. Was aber bestimmt mehr Spaß gemacht hätte, ist die Stimmung der Amis dabei mitzuerleben. Und natürlich die irrsinnig teuren Werbespots in den Breaks zwischendrin zu sehen! 😉

    Cheers,
    cybot586

  2. schwester elena schrieb:

    Armer schwarzer Kater! Jetzt bist Du erst einmal ohne Freund im weiten Ami-Land. Warum ist Chris denn so unbeliebt? Es hat das Schwester-Herz mal wieder gerührt, als ich lesen musste :“Der sitzt immer am Ende des Raumes“. Vielleicht lohnt sich ein zweiter Blick?