Money money money
Trotz Alecs Ratschlag, mich vom Finanzmarkt fern zu halten habe ich heute zumindest mal meine Debit-Card in Emfang nehmen dürfen 😉 . Jetzt kann ich also ganz lässig (wie 99% der Amis hier) überall meine Karte zücken und muss mich nicht mehr mit dem Papiergeld herum schlagen. OK, das konnte ich zwar auch schon vorher, aber mit ner deutschen Karte fällt man ja doch wieder gleich als Touri auf 😉 . Es ist wirklich unglaublich was hier alles mit Karte bezahlt wird. Selbst für den 99c Coffee bemühen sich die meisten Amis nicht den 1$-Schein aus der Tasche zu holen, sondern bezahlen lieber mit Plastik. So viel zu den „little differences“ 😉 .
Abgesehen davon, dass man wirklich keine Kostenkontrolle mehr hat und keinen blassen Schimmer davon, wie es auf dem Konto so aussieht ist es wirklich eine praktische Angelegenheit. Diesen Schimmer sollte man hier aber gut im Auge behalten, da 1 Tag Überziehungszinsen mal lässige 30$ kosten (kein Wunder dass die so auf ihren „700 Billion Dollar Bailout“ kommen 😀 ).
Ganz im Gegensatz zum High-Tech-Plastik scheinen hier Schecks noch ein gängiges Zahlungsmittel zu sein. Bei der Kontoeröffnung bekommt man erst mal ein lustiges Büchlein, in dem man dann fleißig Zahlen eintragen kann um anderen damit eine Freunde zu machen (z.B. dem Vermieter). Warum die Überweisung sich bis hierhin noch nicht durchgesetzt verstehe ich zwar nicht, aber ich wollte mich ja anpassen 😀 .
Ich habe übrigens mit Schrecken festgestellt, dass der Euro-Kurs „nur“ noch bei 1.36 liegt, das könnte meine Wishlist-Einkäufe um ein paar Euros teurer machen…mein erstes „Gehalt“ geht leider für die Security-Deposit + Miete drauf, aber so langsam wollte ich mal shoppen gehen, sonst kann ich mein Weitwinkel gleich in der Tasche lassen wenn ich schon alle Städte besichtigt habe…
Des Weiteren bin ich gerade am Versuch gescheitert eine Auslandsüberweisung zu tätigen. Hat sich schon jemals einer das Online-Portal der KSK angesehen (Könnte man eigentlich wieder nen Usability-Eintrag draus machen 😉 )?! Nachdem ich mich mit IBAN, SWIFT & Co. vertraut gemacht hatte – und mir schon wie ein halber Bankkaufmann vorkam – scheiterte es dann an den „gesichteten Möglichkeiten“ (wie damals im DING 😀 ). Also ich seh da wirklich nur normale Überweisungen und Europa-Zeugs, oder ich bin mit den Finanzgeschäften schlichtweg überfordert. Nicht weiter schlimm, mir wurde sowieso geraten auf die Überweisung zu verzichten, da diese ggf. mehr kostet als am Schalter Geld zu ziehen und dieses dann wieder einzuzahlen.
Wo wir gerade noch beim Thema Geld sind. Die Levis-Jeans bekommt man hier zwar für 30$ hinterher geschmissen, dafür muss man im Supermarkt umso mehr Geld lassen. Mein gestriger Einkauf (die Nudeln liegen mir jetzt noch schwer im Magen) hat mich mal um lässige 100$ erleichtert, und das waren gerade mal die notwendigsten Lebensmittel für ca. 3 Tage (ok, abgesehen von den 30 Dosen Budweiser, aber man muss ja auch mal repräsentieren falls mal Besuch kommt (schon wieder ein Insider 😀 ) ).
Was lernen wir daraus? Weniger essen – mehr Klamotten kaufen. Gut, ich werde mal schauen wie sich das in die Tat umsetzen lässt…
Abgesehen von nem langen Arbeitstag (bis halb 8 ) war heute nicht mehr viel los, morgen wollten wir (Prabhu, Claw und ich) uns abends vielleicht nochmal auf n Diner & Bier treffen. Mal sehen obs klappt.
CU und ne gute Nacht
G

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09.10.2008 um 05:01 Uhr
würde sagen du bist schon mehr in amiland angekommen als du denkst, jetzt auch noch security-deposit anstatt kaution,so fängts an und bald alles in änglisch 😉
09.10.2008 um 06:36 Uhr
Ola,
dann aber mal schnell Deine Wishlist abarbeiten, bevor der Euro 1:1 steht 😉
Zum KSK Onlinebanking:
– Zahlungsverkehr
– Auslandsauftrag
– Währung: „USD“, Land: „Sonstige“, „Betrag“
– keine IBAN usw.!!! und auf „weiter“
– „Formular“ ausfüllen, statt IBAN die Adressdaten eingeben
Dann viel Glück, die Gebühren kann Dir nur die Amibank nennen.
Bis später,
Oli