Okt 14

Lost in space

22:03 Uhr in Kleinigkeiten Kommentare deaktiviert für Lost in space

Mal wieder eine kleine Anekdote…also einige Momente die ich hier durchlebe sind durchaus filmreif (oder zumindest die Gedanken die ich mir dabei zusammen spinne) ! Ich wollte nichts unmögliches, einfach nur in den Supermarkt gehen und mich ein wenig mit Bettzeugs und Handtüchern eindecken. Zur Zeit bin ich noch auf die Spendierhosen meiner Mitbewohner angewiesen – das hatte ich vor zu ändern.

Nach getaner Arbeit stapfte ich also tapfer durch den überdimensionalen Eingang des Shops und malte mir dabei im Kopf schon aus, was mich wohl diesmal für Überraschungen erwarten würden…Nach einigen Metern wusste ich schon die Antwort: Kein normaler Mensch (der Englisch nur in der Schule hatte und das schon ein paar Jahre her ist) kennt solche Vokabeln wie Bettwäsche, Kissenbezug oder gar Spannbettuch. Na super, ohne mein LEO schrumpften meine Kommunikationsfähigkeiten schlagartig um 50% – trotzdem gab ich mich noch nicht geschlagen. Ich fing an (wie ein normaler EUROPÄER) durch den Supermarkt zu schlendern, ohne genau zu wissen in welche Abgründe mich der nächste Gang wohl wieder reißen würde…

Trotz (mittlerweile) dreiwöchigem Aufenthalt in den USA ist der Besuch in nem Supermarkt für mich immer noch ein Erlebnis. Welcher Mensch auf der Welt braucht denn ganze zwei Regale mit abgepacktem (geschnitten & gewaschenem) Fertig-Salat, sechs Regale mit Softdrinks (von der 100-kcal-Dose bis hin zur obligatorischen Gallone) oder Klinex-Rollen im 24er-Pack ??? Ich glaube ich werde es nie verstehen – deswegen freu ich mich schon auf die nächsten Supermarktbesuche 😀 . Nach ca. einer viertel Stunde war ich dann am Ziel – in der Bettwäschen-Abteilung (oder wie die auch immer heisst).

Und da war sie – gleich die nächste Herausforderung. Hier gehts nämlich nicht um 140×200 (abgesehen davon dass die sowieso mit cm-Angaben nix anfangen können 😉 ), sondern um Normal-, Queen-, King- und Papst-Size…oder so ähnlich…fragt mich nicht wie die darauf kommen oder ob diese „Maße“ in irgend einer Weise standardisiert sind…ich hatte auf jeden Fall mit so einer Komplikation gerechnet und mich schon schlau gemacht – „wahrscheinlich“ habe ich Queen-Size (das entspricht wohl so 140×200), da King-Size 200×200 ist.

Leider wurde ich da gleich ein weiteres Mal enttäuscht. Im Land in dem normalerweise alles billig ist (außer Lebensmittel) kostet die Queen-Size Bettwäsche plötzlich 50$. Da mich meine Vokabelkentnisse ja schon am Eingang im Stich gelassen hatten konnte ich nicht mal so ganz verstehen ob es sich jetzt nur um das Laken, um n Bettbezug oder alles in einem handelte. Egal, auf jeden Fall war es zu teuer (komisch das ein Kissen aber nur 5$ kostete ??) ! Drei Regale später war es mir immer noch zu teuer, deshalb bin ich mit gesenktem Haupt von dannen gezogen.

Ich war schon fast am Ausgang, da sah ich in der Ferne ein Lichtlein blitzen. Und was stand da drauf? TOWELS – YES, endlich mal ne Vokabel mit der ich was anfangen konnte. Die Handtücher hatte ich bei meiner Odysee ganz vergessen, ich rannte also wie ein Rammbock durch die Buchsbaumhecke in Richtung Leuchtschrift. Es stand zwar überall „Made in China“ drauf – trotzdem waren die Preise wohl Amerikanisch. 12$ für n Gimmel-Handtuch, das überstieg dann sogar meine Freude am Spiel „Mensch, zück die Credit-Card“.

Nicht dass ihr mich falsch versteht, schon klar dass ein vernünftiges Handtuch mehr kostet als 8 €, aber nicht in ner Art Kik, der Ami-TextilDISKONT und in der Größe eines Waschlappens. Ich musste mich wohl oder übel geschlagen geben, ich verließ den Ausgang also so wie ich gekommen war – nur wieder um einige Erfahrungen reichen…

Und die Moral von der Geschicht: Dass man manchmal mit 28 Jahren nicht in der Lage ist Bettwäsche zu kaufen – wenn ich es nicht selber erlebt hätte würde ich es nicht glauben 😀 .

Total überflüssig!Geht so.Joah, nice try...BÄM, that\\\'s it!Georg, du bist der Beste :-D ! (3 votes, average: 4,67 out of 5)
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Okt 14

Da ich jetzt schon mehrmals auf Besuch angesprochen wurde kläre ich jetzt mal die Fakten 😉 .

Also, ich freue mich natürlich immer über Besuch, egal ob groß ob klein, ob alt ob jung, ob dick ob dünn oder wie auch immer – ABER da gibts n paar Einschränkungen die die „Operation Princeton“ ein wenig verkomplizieren.

1. So schön es hier auch ist – leider bin ich nicht zum Spaß hier (also eigentlich ja schon, aber das sehen leider nicht alle so 😉 ). Offiziell habe ich ganze NULL (in Zahlen: 0) Urlaubstage, d.h. mich besuchen und zusammen durchs Land ziehen ist leider nur eingeschränkt möglich (Ausnahme Katharina 😀 ). Natürlich sollte es kein Problem sein mal den einen oder anderen Tag frei zu nehmen, aber da ich „wahrscheinlich“ über Weihnachten und Silvester zwei Wochen frei nehme möchte (weil Katharina kommt) und Thanksgiving wohl auch schon ein längerer Trip in Planung ist, möchte ich die gute Laune meines Chefs ungern überstrapazieren (und ich nehme nicht an dass ihr nur übers WE rüberkommen wollt 😉 ).

2. Da wären wir schon beim nächsten „Problem“. Wie schon häufiger in den Postings beschrieben sind die Ausmaße hier ein wenig anders als bei uns. D.h. ohne Auto geht hier garnix (wir bringen selbst den Müll mit dem Auto raus 😀 )! Wenn ich also nicht gerade Zeit habe (siehe Punkt 1 😉 ) um mit euch die Gegend unsicher zu machen müsstet ihr entweder am Haus blöd rumsitzen oder euch ein Auto mieten was auch wieder ein wenig ins Budget fällt (keine Ahnung was ein fahrbarer Untersatz hier so kostet).

3. Wenn ihr mich alleine besuchen wollt (d.h. ohne Partner oder gleich zu mehreren) dann sollte das schlafen eigentlich kein Problem sein. In meinem Zimmer ist genügend Platz für ne Matratze – und selbst wenn nicht ließe sich hier noch eine Möglichkeit auf der Couch finden. Trotzdem kann ich das alles wieder nicht alleine entscheiden, sondern muss ein wenig auf das Wohlwollen meines Vermieters und meiner Mitbewohner achten. Einige Tage sind hier auch „no problem“, aber wenn sich jemand zwei Wochen bei mir einquartieren möchte wäre das nicht so günstig (mit Außnahme von…;-) ). Sorry, das sind leider Faktoren auf die ich Rücksicht nehmen muss, da es wohl sonst ein wenig Ärger gäbe.

4. Wie schon gesagt, es haben mich schon einige darauf angesprochen wann sie denn mal vorbeikommen könnten. Da ich keine großartigen Prioritäten setze (mit Außnahme von…) gehe ich – wie teilweise in der Informatik auch – nach dem Motto „First come, first serve“ oder auch frei übersetzt „Who comes first, paints first 😀 „. Aus diesem Grund findet ihr oben im Menü jetzt eine neue Seite Visits, in der schon die „Voranmeldungen“ stehen. Wenn ihr also zeitlich da noch ein Plätzchen findet und euch auch irgendwie mit den oberen Punkten arrangieren könnt seit ihr natürlich „Herzlich Willkommen“ 😉 .

Alles klar, „Wir sehen uns“ 😉
G

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